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letzter Blog aus Broome, 06.09.10

Broome, 21.08.10


Jeden Tag bediene ich viele Deutsche (und neuerdings auch Österreicher, die an ihrem noch schlimmeren Akzent zu erkennen sind) im Shady Lane Cafe, und immer mehr wird mir bewusst, was für ein ideales Reiseziel Australien doch für uns ist.


Man kann kaum weiter von daheim weg sein als hier, am anderen Ende der Welt. Dennoch genießt man den gewohnten europäischen Lebensstandard, ein hohes Maß an Sicherheit, und die Weltsprache Englisch, die ja eigentlich jedem geläufig ist.


Okay, fast jedem..


Manchmal wird nämlich aus:

"Hello, can I please have the turkey wrap with the large garden salad?"


ein deutsches:

"Helloh, kenn ei pließ häf se törki wräbb wiff se goarden säläd?" ,


und ich kann es beim besten Willen nicht lustig finden.


Keine Ahnung wieso - alle anderen Akzente gefallen mir eigentlich sehr gut.

Italienisch: Allo, käne-e ei-e pließ-e häv-e ... una... wrapp, with di pollo.. prego, thank you, ciao.


Französisch. 'ello, is it possibol tu get a.. sondw'ich, pließ-'ö ..


Abgesehen von Sprache, Standards und kultureller Vielfalt ist ein weiteres Argument, das für eine Reise nach Australien spricht, natürlich das Wetter.


Ich frage mich also im Rückblick auf die letzten 10 Monate, ob Australien überhaupt eine Herausforderung war, oder mehr wie der Übungs-Sandkasten, bevor man auf den richtig großen Spielplatz darf.

Ein anderes Land muss her!

Da Australien aber das einzige Land ist, das gleichzeitig auch ein Kontinent ist, und man sich irgendwo ja steigern muss, müsste als neues Reiseziel ein Kontinent her, auf dem andere Lebensbedingungen herrschen, anderes Klima, Sprache, und vielleicht zur Abwechslung mal:

keine Sicherheit.


Wie wärs mit Südamerika. Oder Afrika. Wenn man es schafft, als backpacker zwischen den Fronten eines Bürgerkriegs zu überleben, kann einen ja wohl nichts mehr umhauen.


Gemütlich und halbwegs in Ordnung wären noch die USA, aber die sind mein allerletztes Reiseziel, das habe ich mir geschworen.

(Kleiner Scherz übrigens das mit dem Bürgerkrieg, aber es scheint unter manchen Reisenden wirklich eine Art Wettlauf zu herrschen, wer schon am meisten von der Welt gesehen hat. Krass, du hattest NOCH mehr Spaß als ich, du Hund du blöder ! )


Nix da - nach hause fahren ist auch nicht schlecht. Auch habe ich hier und da das Gefühl, dass ab einem gewissen Grad auch das multikulturelle nicht so sehr mein Fall ist.

Was die einen dürfen, dürfen die anderen nicht. Was die einen als höflich empfinden, ist bei den anderen wüste Beleidigung.

Nicht dass ich mich jemals angegriffen gefühlt hätte - aber es ist echt nicht leicht, es allen gleichzeitig Recht zu machen.


Die 3 Koreaner und 2 Bangladeshis, mit denen wir wohnen, sind da ein gutes Beispiel.

Situation 1: Die Koreaner kochen, und laden uns ein, mit ihnen zu essen. Nach koreanischer Tradition muss man beim Essen schlürfen und schmatzen, um zu zeigen wie gut es einem schmeckt. Auch permanentes Schniefen mit der Nase ist erwünscht - dies zeigt, dass das Essen ausreichend gewürzt ist.

(Auf gut Deutsch: zu scharf.)


Da sitzt man dann angeekelt, schlürf rotz schmatz, und isst Kim-Chi.

Kim bedeutet Seegras. Das tun die überall rein.


Momentan ist auch noch Ramadan. Was bedeutet das? Wenn die Bangladeshis (Moslems, ich helf nochmal) in aller Herrgottsfrühe um 19.30 Uhr aufstehen, wird gekocht und geschlemmt.

(Erinnerung - sie sind Bäcker, arbeiten deshalb nachts und schlafen am Tage. Außerdem darf man während Ramadan als Moslem von Sonnenauf- bis Untergang nichts zu sich nehmen. Falls es jemandem grad nicht einfällt.).


Das alles ist eine ganz schöne Strapaze, vor allem bei dieser Hitze, trinken dürfen sie ja auch nicht. Als Strapaze ist es vielleicht irgendwo gedacht - man bringt ein Opfer für den Glauben.


Mohamad hat es halt gleich ganz schlau gemacht und sich in der Arbeit krank gemeldet.


Nun haben zuvor die Koreaner ein Schweinenackensteak im Kühlschrank verstaut, und zwar mitten im dem Fach, das eigentlich die Bangladeshis beschlagnahmt hatten.

Es wurde ein mittelgroßer Aufwand betrieben, um das Schwein, oder dessen verbotenes Krägelchen, woanders hin zu befördern. Auch die Packung war also nicht ganz 'kosher'.

Oder Hallal, wie man diese Regeln nennt, soviel ich weiß.

Wir wollen hier keine muslimischen und jüdischen Begriffe durcheinander bringen!!!

Vielleicht muss ich auch mein Hommus verstecken.


Wer weiß, wen es beleidigt, wenn ich im Bikini durchs ganze Haus laufe, weil ich eigentlich nur schnell zum Strand wollte aber noch lauter Sachen drinnen vergessen hab...

Das einzige Mädchen in einem Haus mit 6 Männern!!!!


Skurrile Roben haben wir auch. So wie manche daheim mal im Bademantel rumlaufen, hat Abu, der eine Bangladeshi, nach dem Aufstehen immer so eine Art Wickelrock an.

Nur dass es nicht unten offen ist wie ein richtiger Rock, sondern auch zwischen den Beinen durchgewickelt.

Besser kann man es sich vielleicht vorstellen, wenn man an die komische Naturwindel von Mogli aus dem Dschungelbuch denkt...


Wieso fällt mir grade jetzt Abus Unterhose ein?

Weil nämlich -


Gerade vorher stehe ich in der Küche und rühre in meinem Abendessen. Neben mir John und Allo, die zwei jungen Koreaner, und schnippeln Gemüse. Da meint John:

Vera, look! The people outside! What religion is this?

Ich lehn mich rüber, um aus dem Küchenfenster zu blicken, und sehe zwei Männer, ganz in weiß, Jesuslatschen, und weiße Hütchen.

Hm, müssten Muslime sein, sag ich.


Prompt klopft es fünf Minuten später an die Tür. Allo geht, um zu schauen wer da ist. Im selben Moment habe ich, mein Abendessen schon auf dem Teller, mich schon am Küchentisch hingesetzt und mampfe drauflos.

Allo öffnet die Tür, kurzes blah blah blah, und schon guckt ein Kopf mit viel Bart und weißer Haube herein.


Hey, how are you going?, sagt der Bart an Allos Bauch vorbei zu mir.


Aha, denk ich. Australier. Alles cool.

Not too bad, yourself? Come in, mate.


Höflich lässt der Bärtige im Leinenkleid seine Jesuslatschen vor der Tür stehen, hebt das Kleidchen ein wenig, und tritt ein.

Kaum ist er drin, kommen ein zweiter und ein dritter. Alle halten sie das Röcklein gerafft, um nicht drüber zu stolpern.


Etwas unangenehm ist mir das Ganze, weil wir es hier wohl mit traditionstreuen Mohammedanern zu tun haben, und ich sitze da, weder mein Haar noch meine Beine sind irgendwie bedeckt...Mini-Strandrock, Trägertop, offene Haare...

wer weiß was die alles nicht sehen dürfen :-)


Aber stopp, ICH wohne hier, nicht die.

Abu kommt auch schon aus seinem Zimmer, in der Unterhose.

Irgendwie scheinen diese vier lustigen Menschen einige Quadratmeter Leintuch an sich zu tragen, genug um drei Bettlaken zu nähen.

Es bleibt die Frage offen, ob die Bärtigen unter dem ganzen Wirrwarr auch noch so eine mords Unterhose tragen wie Abu, oder ob sie drunter einfach nackt sind.

Egal welche Variante, solcherlei Bekleidung sieht man selten hier.


Das andere Extrem zeigt sich an Frauen, die einen Tick zu viel emanzipiert sind, wo also die Selbstreflexion und -kritik schon verlernt wurden. Um die Ecke vom Shady Lane Cafe gibt es einen Kosmetiker, oder Beauty Salon, oder wie man es nennt.

Beauty Affair nennt sich der Laden. Man kann sich dort jede Stelle des Körpers, die möglicherweise behaart sein könnte, eplieren, rasieren, wachsen lassen, ebenso die Augenbrauen und Nasenhaare stutzen, die Wimpern und Fingernägel verlängern, und noch vieles mehr machen lassen, Maniküre, Pediküre...

Reine Haut, gesundes Aussehen, gepflegt und stilvoll - das kriegt man da angeblich.


Auffällig ist, dass keine einzige der Frauen, die dort arbeiten, in irgendeiner Weise attraktiv ist.

Jen, die Besitzerin, hat ungepflegtes, langes, dünnes Haar, Pickel und Warzen, eine Hakennase, mehrere Schichten Doppelkinn, und der Rest von ihrem Körper passt dazu wunderbar. Riesige Brüste liegen auf einem noch riesigeren Bauch, und so weiter und so fort - bis ganz nach unten zu den Füßen ist der ganzen Person anzusehen, dass sie sich keine Mühe gibt, ihren Körper in Form zu halten.

Das wäre mir ja jetzt total wurscht, denn: suum cuique.

oder: Jedem das Seine.

Aber leider scheint sie selbst ihre Figur für tadellos zu halten, denn außer einem hautengen T-Shirt, das nahtlos in hautenge Leggins (!) übergeht, und kleinen Sandalen, trägt sie nichts. Keine weite Jacke, keinen Rock, nichts.

Die vertikale Naht der Leggins, die zu allem Überfluss meist auch stark noch zu einer Seite hin verschoben ist (obwohl man nicht weiß, wo eine Arschbacke anfängt und die nächste aufhört) streckt sich unter der Last, jeden Moment könnte sie reißen.


Obwohl das Gummihöschen an sich schwarz ist, erscheinen die Nähte weißlich, vom Gummi, der definitiv überdehnt wird.

Der obere Bund der Leggins (ich weiß nicht genau wie man Leggins schreibt..) ist leider NOCH enger als der Rest, und so teilt er Jens Wampe unerbittlich in zwei Teile.


Das Doppelkinn mit eingerechnet, wird das Auge des Betrachters somit von vier Wülsten an Jens Frontseite regelrecht erschlagen.


Wenngleich Inhaberin eines Schönheitssalons, ist sie doch der lebende Beweis dafür, dass nicht einmal professionelles Wissen über das menschliche Ästhetikempfinden vor schlechtem Geschmack retten können.


Maxi, meine Chefin, sagt immer, dass man Schönheit nicht aufpinseln kann, und die Mädels von Beauty Affair das anscheinend nicht wissen.

Wenn Jen nämlich ins Cafe kommt, um ihr Mittagessen abzuholen -

ein gebratenes Fischfilet auf Pommes und Salat -

reißt sie es Maxi schon an der Kasse aus der Hand, öffnet die Box, und klaubt mit ihren künstlichen, mega langen Fingernägeln große fettige Fischstücke heraus, um sie sich sofort gierig in den Mund zu stopfen. Make-Up, Lippenstift, Nägel, Schmuck - alles da, aber die Frau sieht aus wie ein Schwein!


oink oink.

Eigentlich eine echt gute Vorstellung. Oink oink, grunz, wo ist mein Komposthaufen, oink?


Genug, ich lästere zu viel über arme, alte ("reife" Damen!


Gehen wir deshalb zu ihrer Tochter über.

Die hat offensichtlich eine geistige sowie körperliche leichte Behinderung, man merkt es an Sprache und Physiognomie.

Nett ist sie, aber auch zu ihr passen die Leggins und das enge T Shirt leider gar nicht.

Ebenso lassen sich schon Figurverformungen wie bei ihrer Mutter erahnen.

Mit den sehr kurzen Haaren (viele verschiedenfarbige Strähnchen) und der Silhuette einer Papaya, außerdem der etwas plumpen Ausdrucksweise, hat sie etwas grobes, männliches an sich.

Am Ende der vorderen und hinteren Extremitäten (auf Humanbiologie: Arme und Beine) finden sich aber immer die perfekt lackierten Nägel. Feminin.

Insgesamt könnte man sie ablichten und die Fotos an die BILD verkaufen.

Armer Karlsson vom Dach - völlig abgestürzt nach Geschlechtsumwandlung.



Das Arbeiten im Cafe hab ich langsam wirklich über. Daran liegt es wohl, dass ich den Frust an den armen Ladies von Beauty Affair auslasse. Alle meine 3 Jobs, die ich hier habe/hatte, waren nur Bar&Cafe Arbeit. In guten Wochen bedeutet das 50 Stunden face-to-face Kundenservice.

Autsch.


Schon bald ist es aber vorbei - es gibt ein Ende auf das man hinarbeiten kann.

Das nächste wird vielleicht die Rente sein, *hüstel* .

Wenn mir bei einer späten Autofahrt durch die einsamen Straßen Brooms die erfrischende Nachtluft das rechte Ohr kühlt (Lenkrad ist rechts...), fühlt es sich an als wäre ich schon ein Fremder hier. So als sei die Stadt beleidigt, weil ich weggehe, und würde sich deshalb von mir abwenden. Ganz distanziert bin ich schon von allem.

Ich muss in der Luft schwebend ausharren. Keine Bindung ist akzeptabel. Sonst wird der Abschied zu schwer.

Pff, blöde Stadt. Ich brauch dich gar nicht. Hab nur so getan als wärst du mein zuhause.


Schwieriger wird es mit dem Meer.

Wenn Steven und ich am Strand liegen, sind wir immer wieder erstaunt.

Wie gut ist dieses Meer! Schau mal wie das Meer heute strahlt.

Und wie ruhig es da liegt.

Liebes Meer.


Es schmeckt auch gut. Und die Wellen sprudeln um einen herum, und über dich hinweg, wie eine riesengroße lebendige Waschmaschine.

Das Meer lebt! Und vor lauter Freude klatscht es dir ein Stück Seegras ins Gesicht.

(Eigentlich fast Kim Chi : Seegras in Suppe )


Schon kommt der Frühling, von Tag zu Tag wird es heißer. Bald kommen die giftigen Quallen zurück, man sollte dann nicht mehr im Meer schwimmen gehen, sonst könnte man gestochen werden.

Schlagwort: unsägliche Höllenqualen.


So tröste ich mich darüber hinweg, den nächsten Sommer nicht hier verbringen zu können.


Broome 01.09.10


Noch eine gute Woche sind wir hier, und sentimentale Abschiedsgedanken kommen momentan nicht wirklich auf. Es scheint eher so, als würden wir hochkant mit Arschtritt und doppeltem Rittberger aus dem Kimberley rausgekickt. Im Café wurde mir heute um 10.30 eröffnet, ich könne jetzt heim gehen, und auf dem Plan für die nächsten Tage stehe ich auch nicht drauf, also Tschüss, und so.


Naja, es war FAST so. Vor Wochen hatte ich meiner Chefin schon das Abflugdatum gesagt, und sie meinte damals, ob ich bis zum Tag vor der Abreise arbeiten könne.

Klar, sagte ich.

Heute hieß es: Was? Nächste Woche? Wir dachten du reist morgen ab...


Aha. Eine Ausrede? Um mich nicht allzu herzlos schon eine Woche zu früh rauszuwerfen? (Hey, 500 Dollar weniger, mit denen hab ich noch gerechnet !!!)


Sofort bot ich an, dass sie mich ja spontan noch anrufen könne die nächsten Tage, wenn es mal stressig werden würde. Den Vorschlag nahm sie erfreut an. Überhaupt war ich 3 Monate lang ungefähr der beste Mitarbeiter schlechthin :-)

Kein einziges Mal zu spät, kein einziges Mal krank gemeldet oder mit Kater aufgekreuzt (wie jeder australische Arbeitnehmer es öfter tut), immer die Doppelschicht gearbeitet wenn die Pferderennen waren, mehrmals Fahrdienst gespielt an unserer "Firmenfeier" als alle am Saufen waren außer mir, mit mehreren Briefmarken spontan ausgeholfen, niemals Bier oder Essen in der Arbeit genommen (Bier gibts immer danach, so wird das Trinkgeld bei uns "zum Allgemeinwohl" umgesetzt - wenn du nix trinkst, selber Schuld).

Für alles Essen, das man von dort haben will, muss man sowieso bezahlen - und zwar nicht den Einkaufspreis, sondern den Verkaufspreis -


okay egal. Also ich war immer kooperativ und fleißig wie ein Bienchen, und dann kommt nichtmal ein richtiges Tschüss, oder so. ^^


Aber ich werde die nächsten Tage schon noch einmal reinschneien.


Nachdem mein Arbeitstag dann heute schon nach 1,5 h endete, fuhr ich wieder heim zu Steven, dessen Schicht heute erst um 17 Uhr beginnen würde, und packte ihn ein für eine Fahrt zu Gantheaume Point, um Wale zu beobachten.

Es war toll !


Aber Wale haben wir nicht gesehen.

Stunden- und tagelang haben wir schon in Broome aufs Meer gestarrt, alles zusammengerechnet. Jeder andere blöde Touri hat hier Wale gesehen.

Nur wir nicht.


Aber es ist okay. Die Wale wollen vielleicht Privatsphäre.

Viel geiler ist, dass wir das 5 Meter lange Salzwasser-Krokodil, das heute an Cable Beach herumkrokodilte, und wegen welchem der Strand den halben Tag gesperrt war, auch nicht sahen, obwohl wir knapp 3 Stunden dort waren, und auch recht viel im Wasser.


Wahrscheinlich wurde es in dem Moment gesichtet, als wir die Treppe zum Parkplatz hochliefen. Hätten wir es doch nur auch erblickt! Das wäre aufregender gewesen als ein Wal.


Gut möglich übrigens, dass es uns beim Schwimmen heimlich verfolgte, und wir, uns der Gefahr nicht bewusst, entspannt ins Wasser pupsten - somit dem Reptil der Appetit verging.. ?



In den Nachrichten am nächsten Abend hieß es, das Kroko sei gen Norden geschwommen und der Strand wieder beschwimmbar.

Unten in Margaret River, wo Ann-Ca und ich März und April verbrachten, wurde derweil ein Surfer von einem Hai gebissen,

oder besser gesagt, aufgegessen, denn er überlebte es nicht.

Der Surfer.


Der Hai, gut gesättigt, trollte sich schnell davon, denn hat ein Hai erst einmal einem Menschen was getan, wird er verfolgt und getötet.

Es trauerte der ganze Südwesten um den armen törichten Surfer (das erste was mir in Australien gesagt wurde: geh nicht in der Morgen- und Abenddämmerung ins Wasser, da jagen die Haie), und auch uns wurde mulmig, denn nächste Woche werden wir in Cairns schnorcheln!

Der Typ hatte übrigens drei Kinder, und warum er dann um 7 Uhr früh surfen geht ist mir schleierhaft. idiot !



Was ihr schon immer (nicht) über Broome wissen wolltet.


Broome hat noch ein kleines stinkendes Geheimnis, das ich kürzlich lüftete.

(hehe, "lüften" wäre wirklich mal nicht schlecht..) Und zwar stinkt es oft, wenn man durch die Stadt fährt - und zwar egal wo man hinfährt - nach ... Fäkalien.

Nicht so, als würde man über eine Kuhweide spazieren (Wiederkäuer-Vegetarier-Pups),

sondern wirklich nach einem frischen großen Geschäft von einem Mensch, Hund - Fleischfresser eben.

Warum? Warum stinkt es in Broome nach Schei... ?


Also. Da es kaum regnet, wird alles Wasser, Klo-, Trink-, Dusch- usw Wasser immer recycelt. Sprich : gefiltert, gechlort, mit UV Licht bestrahlt.


Es ist also mehr oder weniger steril. Was aber aus dem Wasser nicht wirklich herausgefiltert wird, sind all die Nährstoffe (-salze) und so weiter.

Steht dieses Wasser also irgendwo länger, fault es. Da das Abwasser nirgendwo sonst hingekippt werden kann, sondern immer alles gleich recycelt wird, haben manche Bewässerungssysteme (so wie das von der großen Wiese in der Mitte von Broome, wo ab und zu mal eine Festivität stattfindet) eine "Mindestabnahmemenge" und bewässern einfach drauflos. Die Wiesen sind hier strahlend grün, obwohl es kaum irgendwo so trocken ist auf der Welt wie in Broome in der Trockenzeit.


Die Stadt hat natürlich auch ein Football Feld, und Craig hat mir verraten, dass wegen dem Gestank schon Trainings- und Spieltage verschoben wurden, weil sonst die Spieler auf den Rasen gereihert hätten.


Die muskulösen Football-Spieler, diese Viecher!, gehen in die Knie, weil es nach Kacke riecht. :-)


 

 

 

 

 

 

 

 


6.9.10 17:06





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